Hervey Bay. Nachdem ich nun mein Highlight des Trips hinter mir habe (so meine Vorstellung), frage ich mich: wie soll denn das jetzt eigentlich noch in den letzten zwei Wochen getoppt werden?! Natürlich habe ich noch ein paar Sachen vor mir. Zusammengefasst: ich fahre nach Brisbane, u.a. mit Zwischenstopp Fraser Island, verbringe einige Tage in Brisbane, fliege dann nach Sydney, habe nochmal einen vollen Tag in Sydney/Umland für die Blue Mountains und dann nochmal 5 Tage Singapur. Natürlich ist noch viel vor mir aber sagen wir mal so: ich bin gespannt, welches unerwartete Highlight noch vor mir liegt.
Nachdem ich Airlie Beach verlassen hatte, lag nur eine kurze Strecke vor mir: 2h nach Mackay. Kleine Stadt, nix aufregendes, außer: man hat von dort aus nur einen 45min Weg zum Cape Hillsborough. Klingt jetzt erstmal nicht so spannend. Das Spannende an dem Kap ist, dass sich dort zum Sonnenaufgang Kängurus und Wallaby’s tummeln. So also meine Hoffnung, dass es bei mir auch so sein wird. Nachdem ich tagsüber ein bisschen durch Mackay geschlendert bin – da gab’s nicht viel zu sehen, es war Sonntag und scheinbar hatte hier alles zu, die Stadt war wie ausgestorben – bin ich recht früh zurück ins Hotel. Ich musste eh zeitig ins Bett, denn mein Wecker hat 3 Uhr morgens geklingelt – genau meine Zeit Aber wenn ich zum Sonnenaufgang, der an dem Tag 5:13 Uhr war, da sein wollte, war das notwendig. Ich wollte ja auch schon eher da sein, wollte das Spektakel ja unter keinen Umständen verpassen oder zu spät kommen. So war also mein Ziel, spätestens 4:45 dort zu sein. 45min benötige ich wie gesagt für die Fahrt, also 4:00 Start, wenn möglich eher… Da es bei mir nicht heißt ‚Weckerklingeln und sofort aufstehen’ , muss dieser also bereits 3:00 Uhr klingeln, damit ich dann irgendwann bereit bin aufzustehen 😆 also klingelte dieser nun mitten in der Nacht -zum Glück sanft mit Adele- und kurz vor 4 saß ich tatsächlich im Auto. Kein Schwein auf der Straße und ich noch nicht wirklich munter. Nun ja. Als ich kurz vorm Ziel war, wurde der Horizont schon langsam heller. Überall hatte ich gelesen, „wenn die Sonne aufgegangen ist, sind die Tiere wieder im Wald verschwunden“ also zack zack, Gaspedal gedrückt und los. Gaspedal drücken – das kann ich 🤓 (freu ich mich schon drauf, wieder schneller als 100kmh zu fahren!) Am Strand angekommen waren schon ein ganz paar Leute da – denn, der erste Wallaby war schon vor Ort. Nach 10-15 Min kamen mehr Tiere – ebenso ein Parkranger, der uns erstmal ein bisschen was zu den Tieren erklärte und wie wir uns verhalten sollen, da die Tiere ja wild sind. Okay, offen gestanden: ich habe nicht so wirklich zugehört. Ähnlich wie in der Schule. Ich war so fasziniert von den Tieren. Was ich aber schon wusste: Sie kommen immer morgens, um sich vom frischen Seegras zu ernähren, was durch Ebbe und Flut angespült wurde. Das war alles, was ich wissen musste. War das ein Traum. Später kamen noch zwei Kängurus hinzu. Und die waren sehr zutraulich. Eine Armbreite entfernt. Hammer. Ich war vollkommen geflashed. Und tatsächlich, als die Sonne komplett aufgegangen ist, sind die Tierchen wieder in den Wald verschwunden, um sich vor der Sonne und Hitze zu schützen. Wahnsinn! Verrückt, wie glücklich einen eine solche Erfahrung machen kann.
Nachdem ich wieder im Hotel war, musste erstmal noch ein kurzer Powernap eingelegt werden (wer mich kennt, weiß, dass da vollkommen klar war) bevor es dann in Richtung Rockhampton ging. Yeppon und ein bisschen Outback standen auf dem Plan. Yeppon, 20 min von Rockhampton entfernt, süßes Fischerdörfchen. Auf jeden Fall einen kurzen Stop wert, wenn man eh in der Gegend ist. Der darauffolgende Tag stand im Zeichen „Outback erkunden“. Ich wollte unbedingt so ein Anblick wie im Film genießen – rote Erde, unbefestigte Straßen, nix weit und breit außer ein paar ausgedürrte Bäume,… Naja, vorweggenommen: da muss ich wohl weiter ins Landesinnere fahren. War mir vorher fast klar aber nun ja, es kam auf einen Versuch an. Aber dennoch: ich bin einfach ziellos losgefahren, öfters mal von der Hauptstraße abgefahren und habe einen guten Eindruck bekommen. Zufrieden. Den Rest des Tages (am späten Nachmittag) hab ich mich an den Strand verkrümelt. Yeppon war einfach zu schön, um nicht nochmal hinzufahren.
Anschließend führte mich meine Tour nach Hervey Bay, um auf Fraser Island zu kommen. Da ich von den Whitsundays so überwältiget war, bin ich recht entspannt und ohne große Erwartungen an den Ausflug rangegangen.
Fraser Island: Die größte Sandinsel der Welt (der Boden besteht auch wirklich nur aus Sand). Weltkulturerbe. Man kann man die Insel nur betreten, wenn man einen 4WD (Allrad) hat. „Straßen“ sind Fahrspuren im Sand. Und die sind nicht ohne. Daher eine geführte Tour, mein kleiner Suzuki Swift wäre wohl direkt stecken geblieben. Und so war es auch. Wir sind vielleicht 1km gefahren, da mussten wir das erste Mal stoppen: das Fahrzeug vor uns ist stecken geblieben, trotz 4WD. Und Grant, unser Guide meinte nur „Willkommen auf Fraser Island. Das werden wir heute noch öfters sehen!“ Und dann fügte er hinzu „Unser Bus ist von MAN, gebaut in Deutschland. Uns kann nix passieren!“ Jawolllll, die Kiste gehört auch zum Volkswagen Konzern. Logisch, dass hier nix passiert, wir bauen ja auch Qualität! 🤪 Der gesamte Tag bestand zu großen Teilen daraus, im Bus zu sitzen und zu den verschiedenen Punkten zu fahren. Eine Strecke von 8km von Punkt A zu B dauert auch schonmal gut und gerne 30min und länger. Die Fahrt ist super holperig. Der Highway? Der Strand. Offizieller Highway. Maximale Geschwindigkeit 80kmh, tendenziell eher langsamer. Flora & Fauna? Regenwald und „normaler“ Wald – gewachsen. Und viel viele Frischwasserseen im schönsten türkisblau. Airport?! Gibts! Sogar eine von zwei Landebahnen weltweit, (die zweite ist in Schottland) welche sich auf Sand befindet. Wo? Direkt am Strand natürlich. Gab es die Möglichkeit einen Flug auf der Strandstart-& Landebahn zu machen?! Logisch. Wir sind hier bei einer geführten Tour, da ist alles dafür vorbereitet. Hab ich diesen Flug gemacht? Natürlich. Spontane Sache. Auch wenn ich am liebsten wieder aus dem Flieger ausgestiegen wäre, als ich drin saß. Erstens war die Kiste einfach unfassbar abgerockt, dafür hätten wir in Deutschland wahrscheinlich keinen TÜV mehr erteilt. Zweitens bin ich der Meinung, dass der Pilot Anfänger war. Der Co-Pilot (diesmal nicht ich) hat ihm immer wieder Anweisungen gegeben, was er wann zu machen hat, wann er wie aufsetzen solle etc. Nun ja, ich habe es überlebt. Es war eine ruckelige Angelegenheit, wunderschön aber leider nicht so spektakulär wie über das Reef und die Whitsundays zu fliegen – logischerweise. Aber ein Highlight wartete auf uns: Da das hier Wasser so klar ist, hatten wir aber das Glück Haie zu sehen. Keine Weißen Haie, das Kopfkino kann also ausbleiben. Highlight der Insel? Lake Mackanzie. Warum? Seht unten anhand der Fotos selber 🙂 Alles in allem, ein gelungener Tag. Da ich damit nicht gerechnet habe, war ich mehr als nur begeistert.
Morgen gehts dann also in Richtung Brisbane für 3 Nächte bevor es nach Sydney zurück geht. Und dann neigt sich der Australienpart der Reise auch dem Ende zu. Aber, ich habe in den letzten Tagen das erlebt, womit man Australien verbindet: Kängurus, Outback und Strände!
Fotos wie immer unten.
Liebe Grüße 🙂
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Hervey Bay. After I’ve done my highlight of my Trip (so my idea) I was asking myself: us raiding the bar even possible? Probably not. For sure, a lot of things / stops are about to come. Summarized: I will be driving to Brisbane with some stops along the way, e.g. Fraser Island, I will spend some days in Brisbane, fly to Sydney to spend 2 nights / one full + half day there to explore the Blue Mountains and 5 days of Singapore. Well, let’s say it a bit in a different way: I am looking forward to all unexpected highlights I am about to experience.
After leaving Airlie Beach I only had to drive for a short one: 2h to Mackay. Small city, nothing special – despite: it’s only a 45min drive from here to Cape Hillsborough. Doesn’t sound as exciting. The exciting thing of the Cape are the kangaroos and wallabies at the sunrise on the beach. So my hope is to see those in the wild as well. After strolling through Mackay throughout the day I left quite early for my hotel – nothing special to see, quite boring, nobody on the street due to a Sunday and the closed shops. Since I had to get up earlier next morning for the sunrise, I was fine. My alarm was set at 3am – that’s how I love it 😕 But if I wanna be on the beach for sunrise, this day at 5:13, it was necessary. And for sure: I wanted to be there earlier because I didn’t want to risk missing it. So, targets had been set: 4:45 arrival time, 45 min of driving, so latest start at 4:00, better earlier. And I am not the person who is getting up in the second the alarm is ringing, I need time – plenty of time 😃 thank god Adele woke me up quite smoothly in the middle of the night. 🎵🎶🎵🎶 I really had been on the street before 4. I was completely alone, no one else joined me and I awake looked absolutely different. Well. As I almost had been there the horizon startet to get brighter. I read in the internet before „as soon as the sun has risen the animals are gone!“. Jab jab, gas pedal pressed and go for it. Pressing the gas pedal – that’s what I’ve been made for. 😃 (BTW: I am so looking forward to drive faster than 100kmh once I am back home!) Once I arrived on the beach I already saw a small bunch of people – surrounded a wallaby. After 10 to 15 minutes further animals joined – as well as a park ranger who explained some key facts and as well how to handle those wild animals. Well, to be honest: I really haven’t listen to her. Like I used to do in school. I was totally fascinated by those animals. The thing I already knew: they are coming in the morning to eat the sea gras that’s on the beach due to the low tide. That’s all I needed to know. What a dream. Later that morning two kangaroos joined the group. 2 armlenghts away. Amazing. I was about to get crazy. Totally trustful. And indeed, as soon as the the sun was risen completely, they disappeared to protect themselves against sun and heat Crazy how happy you can get due to an experience like that.
After getting back to the hotel I need some rest – power napping before heading to Rockhampton. On my list: Yeppon and Outback. Yeppon, 20min away from Rockhampton is a nice small fishers village. Worth a stop when you are around the corner. The following day should be characterized by outback impressions as you see in movies or TV: red soil, unpaved streets, nothing far and wide despite of some bone-dry trees. Okay, needs to be prerecorded: I probably needed to go more into the inlands. I was aware of that but there was still some hope. Nevertheless: without any target I drove towards the inlands, here and than I just bend from the main street and was able to get an impression how it looks like. Pleased! The rest of the day (late afternoon) I spend at the Yeppon beach. The city was too beautiful.
Afterwards my tour led me to Hervey Bay to visit Fraser Island. Since I was totally overwhelmed by the Whitsundays I was quite relaxed and without any expectations for this trip.
Fraser Island: The biggest sand island of the world (the soil only consists of sand). World heritage listed. You are only allowed to enter the island with a 4WD. “Streets“ are lanes in the sand. And that’s not half bad! Due to this I decided on a guided tour, my little Suzuki Swift would probably have got stuck in the sand. And this happened after approx 1km of driving to the car in front of us – despite of 4WD. Our guide just told us „welcome to Fraser Island! This is something we probably will see more often today!“ and than he added „but no worries, we have a MAN bus, build in Germany. Nothing can happen to us!“ for sure, dude. This one is from the Volkswagen Group. Of cause nothing will happen, we are building our cars with quality! 🤪 The day had been characterized by driving to various view points. An 8km-way from A to B took us 30 min or even more. The whole trip has been very bumpy. The highway? The beach. Max speed 80kmh, mostly slower. Flora & fauna? Rainforest and „normal“ forest. And a lot of fresh water lakes. Airport? Existing. One of two landing strips worldwide on the sand (second one is in Scotland) Where? Directly on the beach. Had there been a possibility to get a flight there? Of cause! It’s a guided trip, everything is planned. Did I took up on this opportunity? For sure! Quite spontaneous. But to be honest, I was about to get out of this plane. 1. As I saw the bad condition of it I was a bit worried. The German TÜV would have never ever approved this plane. 2. The pilot was probably a rookie, at least he had not much experience. The co-pilot (not me this time) always told him to flight, what to do, … well, I survived but it had been a very bumpy matter. It was very beautiful but flying over the Whitsundays and the reef raised the bar so nothing was able to top this. But one highlight was waiting for us: since the water had been amazingly clear we were fortunate to see some sharks. No big white sharks, no mental cinema please. Highlight of the island? Lake Mackenzie. Why? Find out on your own by looking at the pictures below. Overall a very successful day. Since I didn’t expected anything, I was more than just excited.
So, tomorrow I am leaving for Brisbane for 3 nights before heading back to Sydney. And than my Australia-journey is slowly coming to an end. But, within the last days I experienced those things you are linking with Australia: kangaroos, outback and beautiful beaches.
XOXO
Bianca
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Cape Hillsborough: Kängurus schauen | kangaroo watching








Outback



Fraser Island















Auf dem Weg | Along the Way








Yeppon