NEW ZEALAND | It’s a Wrap

Auckland, Nordinsel. Die erste große Etappe meiner Reise ist also geschafft. Es ist heute tatsächlich auch Halbzeit der gesamten Reise. Die Tage vergingen wie im Fluge. Vorallem, wenn ich mir überlege, dass ich bereits Singapur (in Auszügen 😉 ), Sydney und nun „komplett“ Neuseeland gesehen habe. Singapur ist gefühlt schon Monate her. Zum Glück fahre ich da nochmal hin, hab schon wieder fast alles vergessen 🙂

Fangen wir zunächst mit einem Recap der letzten Neuseeland-Tage an. Versteht man Recap als Nicht-VW-ler? … fangen wir also mit einem Rückblick der letzten Neuseeland-Tage an. 🙂 [Achtung, das wird wohl etwas länger!]

Wellington: Wind, Wind, Wind. Das ist so ziemlich das Hauptsächliche, an was ich mich in Wellington erinnern kann. Die Fortbewegung war ziemlich beschwerlich. Daher hielt sich mein Aktionismus, Wellington zu erkunden, leider auch dezent in Grenzen. Da mich die Stadt im Laufe des Tages auch überhaupt nicht gepackt hat, habe ich alle Punkte auf meine Liste abgehakt und habe mich gegen frühen Nachmittag zurück aufs Hotelzimmer verzogen. Einen Tag darf das mal sein. Am Folgetag musste ich eh recht früh los: ich wollte ein wenig bei den Puntangirua Pinnacles entlang wandern und dann hatte ich ja auch noch den Weg nach Ohakune vor mir. Die Pinnacles hatten einen etwas abenteuerlichen Wanderweg gratis dazu: dadurch sie nicht so überlaufen sind, kann man nicht alle paar Meter jemanden fragen, ob man richtig ist, denn die Ausschilderung des Wanderweges war eine Art Schnitzeljagd im Fortgeschrittenenkurs – Flussbett-Durchwanderung inklusive. Zum Glück hat der Fluss gerade Niedrigwasser, da war das alles kein Problem. Während dessen habe ich mich gefragt, was das bei normalen Wasserstand wird?! Der Anstieg zum Aussichtspunkt war recht anstrengend. Naja, also ehrlich gesagt war ich fix und alle, als ich oben angekommen bin. Gefühlte 5.000 Höhenmeter innerhalb von 30 Minuten Aufstieg bei echt drückend heissem Wetter überwunden. Ich habe mich schon gewundert, wo das rüstige ältere Ehepaar abgeblieben ist, die in Sichtweite vor mir in den steilen Teil des Wanderweges eingebogen sind. Ich scheine mich besonders clever angestellt zu haben (das ist jetzt auch nix Neues, clever liegt ja in meiner Natur 🙂 ), ich habe wohl alle möglichen Abkürzungen genommen. Es scheint wohl noch eine einfachere Stecke vorhanden gewesen zu sein. Ich hatte mich dann wohl für die Schwere entschieden. Ein bisschen hatte ich mich über meine Zeit gewundert, die bei weitem schneller war als die auf den Wanderwegen ausgewiesene. Naja, einfach kann ja auch jeder. Kurz ausgeruht und von da aus ging es dann schnurstracks nach Ohakune.

Ohakune: In Ohakune bleibt man eigentlich hauptsächlich, um den Mount Tongariro zu besteigen – oder zumindest Teile davon. Die bekannteste Strecke: der Alpine Crossing Track. Dieser bemisst 18km und man benötigt so 6-8h. Ich dachte bei meiner Vortages-Wanderaktion schon „ach du sch***, was soll das Morgen werden?!“ Aber die Frage hatte sich leider von selbst erledigt. Der vorher angekündigte starke Regen hat auch eingesetzt. Am Vortag war es bereits auf der Website angekündigt wurden und inkl. der Mitteilung, dass der Shuttle ggf nicht fährt (ist kein Rundtrack sondern ein von Nord nach Süd verlaufender Pfad, bei dem man auf das Shuttle angewiesen ist, welches einen zurück zum Auto oder Hotel bringt). Zusätzlich waren Teile noch von Schnee und Eis bedeckt und das mit meinen Turnschuhen zu bewältigen, würde wohl eher keine gute Idee sein. Und: mich hatte leider eine kleine Grippe über Nacht heimgesucht. Also musste der Plan schnell umgeworfen werden. Die Glühwürmchen-Höhlen vom kommenden Tag wurden auf diesen gelegt, denn durch die angekündigte Wetterbesserung für den Folgetag hatte ich, so meine Hoffnung, vielleicht die Möglichkeit wenigstens in den Nationalpark zu fahren und kleinere Tracks zu wandern. Also rein ins Auto und Glühwürmchen gucken. Ziemlich beeindruckend, etwas ekelig und auch traurig. Irgendwie ein trauriges Leben, was diese Tierchen da haben: 9 Monate fressen sie sich durch (unnützes Wissen: wenn sie leuchten, haben sie gerade Hunger). Um an Nahrung zu kommen, spinnen sie so eine Art Fäden von der Decke, damit sich potentielle Nahrung darin verfängt (das sah echt ein wenig eklig aus). Anschließend entpuppt er sich zu einem … ja, was isses eigentlich. Ein Schmetterling wird das nicht…. Ein Tier, sagen wir, es entpuppt sich zu einem Tier (gut, dass die Autokorrektur meines Telefons aus „Tier“ „Stier“ gemacht hat – bei einem Wurm). Es entpuppt sich also zu einem Tier und hat ganze 2 Wochen Zeit, um sich fortzupflanzen – bevor es stirbt. Das ganze Leben lang Essen und fortpflanzen, nagut, für manche ist das eine Ideallösung. 😀 Leider waren dort keine Fotos erlaubt. Es war auf jeden Fall sehr beeindruckend. Ich musste immer an Timon & Pumba von König der Löwen denken, als sie sich die Sterne erklärten: „Timon? Hast du dich je gefragt, was diese leuchtenden Punkte da oben sind?“ – „Das sind Glühwürmchen, die da oben feststecken….. an diesem großen schwarzen Ding da!“ Ja, so sah es aus: wie ein riesiger Sternenhimmel!! Am Folgetag war das Wetter wie angekündigt besser, meiner kleinen Grippe ging es schon viel, also stand einer kleinen Wandertour nix im Weg bevor ich mich nach Rotorua aufgemacht habe.

Rotorua: diese Stadt werde ich wohl immer mit faulen Eiern in Verbindung bringen. Bekannt durch ihre Thermalquellen, Geysire,… roch es eben überall danach. Das Angebot war groß, die Entscheidung fiel schwer, welchen Park man nimmt. Jeder hatte seinen Besonderheiten: türkis-blauer See, orange-blauer Thermalsee (Champagner Pool), Kiwis, Geysire,.. Ich konnte mich da einfach nicht entscheiden und wollte auch nix verpassen. Ich wäre ja natürlich nicht ich, wenn ich nicht alle drei gemacht hätte. Also: Wai-o-Tapo, Waimungo, Te Puia – alles Check! Und endlich Kiwis gesehen (keine Erlaubnis zu fotografieren). Perfekt! Kopfschmerzen am Ende des Tages waren aber durch die Vielzahl an Thermalquellen, Geruch nach faule Eier, inklusive. Nun ja, überlebt man auch. Anschließend ging es zur letzten Etappe: auf nach Auckland.

Auckland: Bevor es nach Auckland ging, musste einen Umweg zum Hot Water Beach und Cathedral Cove gemacht werden. Gott, waren die Cathedral Coves schön. Ich wollte nicht weg, ich hätte noch Stunden bleiben können. Aber gut. Mein vorletzter Tag war mit einem Ausflug in die nördlichen Gefilden gefüllt – Bay of Islands und das gesamte Umland. Wunderschöne Ecke da oben. Eigentlich ist ein Bootsausflug, um das Ausmaß der Inseln zu sehen, hier ein Muss und die Touri-Attraktion schlechthin. Aber hier habe ich mich zum ersten Mal gefragt „musst du dich jetzt schon wieder in ein Boot setzen, durch die Bay schippern, dir die Inseln anschauen und damit die Umwelt verschmutzen?!“ (das wird nämlich in den kommenden Tagen genug passieren). Ich habe mich dagegen entschieden und den Anblick vom Strand aus genossen. Wenigstens eine minimale Gewissensbereinigung. Ein paar kleine Wanderungen an den Rainbow Falls, ein paar Stopps am Meer und der Tag war rum. One-way waren es auch einfach mal 3h. Das (unerwartet) letzte Highlight habe ich mir für den letzten Tag aufgehoben: Auckland. Und das hat mich vollkommen umgehauen. Eine so schöne Stadt. Von der ersten Sekunde habe ich mich hier wohlgefühlt. Der Viaduct Harbour war einfach mal eine wunderschöne Ecke, an der ich wohl noch hätte ewig verweilen können. Auch der Rest der Stadt hat Flair. Natürlich musste ich auch hoch auf den SkyTower. Sobald in irgendeiner Stadt so ein Turm steht, muss ich da hoch. Auch hier war die Aussicht sehr schön 🙂 Der Tag verging wie im Fluge, der Flieger hat schon fast gerufen. Leider. Damit ist das Abenteuer Neuseeland schon vorbei.

Mein Fazit: 4.300km in 2,5 Wochen. Menschen, die so unfassbar offen und freundlich sind. Menschen, die ihre Haustüren auch nachts auflassen, weil sie keine Angst vor Kriminalität haben (und sie es kaum hier gibt!). Eine Natur, die einen aus den Socken haut. Schafe, soweit das Auge reicht. (Kühe im übrigen auch). Kiwis, die das National-Tier sind, die man äußerst selten bis nie in freier Wildbahn antrifft. Linksverkehr, an den ich mich schon so gewöhnt habe, dass ich mich beim Film schauen mit den Gedanken „hä? Die fahren doch auf der falschen Seite!“ ertappt habe.

Was ich nicht vermissen werde?! Sandfliegen (ähnlich wie Mücken), die echt lästig sind, immer um dich herum schwirren und sogar durch die Klamotten durchstechen, wenn man sich nicht alle paar Stunden einsprüht. Und selbst dann gibts keine Garantie.

In diesem Sinne, ka kite ano, bis bald, Neuseeland. Es war wunderschön. Ich komme wieder!

Liebe Grüße, Fotos wie immer unten!

PS: Ich habe mir die Verkaufszahlen des Volkswagen Konzerns im Oktober angeschaut, da ich ja am Anfang (und bis jetzt) eine Analyse des Automobilmarktes gemacht habe:

1. Toyota (28,3%)

2. Holden (10,1%)

3. Mazda (9,3%)

4. Volkswagen Konzern (6,7% / 515 Autos)

5. Mitsubishi (6,6%)

6. Hyundai (6,4%)

7. Kia (4,3%)

8. Suzuki (4,3%)

(Marke Volkswagen allein wäre auf Platz 11 mit 366 Autos / 4,8% Marktanteil; weiterhin Audi, Skoda und Seat (!!, 70 Skodas [mehr als Audi] und 8 SEATs), 11 Porsche (hab ich alle gesehen), 1 Lambo). Mercedes und BMW weit abgeschlagen.

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Auckland, North Island. The first big leg of my trip is done. And actually, today it’s halftime. The days have gone by so fast. Especially when I am thinking about the fact I already visited Singapore (only in extracts 😉 ), Sydney and now „whole“ New Zealand. Singapore feels like ages ago. Thank god I will be there again, I almost and already forgot everything of Singapore. But let’s start with the recap of my last New Zealand days. Does a none-VW-person understands „recap“? … so, let’s start with a review of the last New Zealand days… 🙂 [warning, it probably will be a longer text]

Wellington: windy, windy, windy. That’s pretty much all I can remember when thinking about Wellington. To move forward was hard. That’s why I was not as active as I used to be. Unfortunately this city didn’t caught me. I just ticked off all points on my list and got back to the hotel in the early afternoon. It’s allowed for one day 🙂 Since I had to start early the following day it was allowed as well. My stop: hiking at Puntangirua Pinnacles and driving to Ohakune. Hiking to the pinnacles had been a bit adventurous. Since they are not that much frequented you cannot constantly ask someone „Is this the right way to the pinnacles?“ Because this track had been the advanced course of treasure hunt – including a trail through the streambed. Thank god this river had low water. What’s happening when the water is on its regular level? Going up to the lookout point was really demanding. Well, actually I was totally exhausted. Felt like 5.000 meters in height done within 30 minutes with muggy hot weather. I already was wondering where this sprightly elderly couple has been that turned into on the bold part of the hiking trail within sight. It seems to be I was quite clever (well, I always am that’s not the issue 😉 ) I obviously took every cutoff possible. I already was wondering how I managed that super fast time, I was way faster than they declared on the path signs. Well, everyone can do the easy path. After a short rest I directly drove to Ohakune.

Ohakune: you normally stay here for hiking Mt Tongariro – at least parts of it. The most popular one: the alpine crossing track. 18km, 6-8h of hiking, a shuttle bus that takes you back to the beginning or to your hotel. After my Pinnacle-hiking experience I already thought „oh my gosh, how will tomorrow look like?!“ But the question had been settled the next morning: the announced heavy rain occured, no shuttles, snow and ice are still on the track (and I only have sneakers with me), and: I had a bit of a cold. So changes for the day had been made quickly – glowworm caves I actually wanted to visit the day after. I simply changed the to-do’s from the days. So I had maybe the possibility to hike at least a little bit because the weather was announced to get better. Quite impressive those caves, a bit disgusting and a sad life those worms have to live: The first 9 months of their lifes consist of eating (glowing when they are hungry). To get food the spin little threats from the ceiling to catch potential nourishment (that looked a bit disgusting). Afterwards this worm emerges from its cocoon into a …. well, into what does it emerge?! Not a butterfly! let’s say into an animal… it emerges into an animal. This animal has 2 weeks to procreate before it dies. Eating and procreating – for some people the perfect fit ;). No photos had been allowed but it was very impressive. I always had to think about Timon and Pumba from Lion the King who explained the stars: „Timon, ever wonder what those sparkly dots are up there?“ – „They’re fireflies. Fireflies that, uh… got stuck up on that big bluish-black thing.“ yes, that’s what it exactly looked like: a huge starry sky. The weather on the following day got better – as announced, my little flue got better as well, so nothing stood on my hiking way before I started driving towards Rotoroua.

Rotorua: this city will always remind me on bad eggs. Well known for their thermal springs, geysers, …. that’s why you have this special smell all over Rotoura. The offer which park to visit had been huge, the decision to make was hard because every park was unique: cyan blue lake, orange-blue thermal pool (Champagne Pool), Kiwis, geysers…. I wasn’t either able to decided or I didn’t want to miss something. So, I wouldn’t probably be me if I wouldn’t be able to do them all 🙂 said and done – Wai-o-Tapo, Waimungo and Te Puia: Check! And so I finally saw Kiwis (but was not allowed to photograph them). It was perfect but at the end and due to the smell of those springs I got a bad headache in the evening but it was worth it. Next: last stop – Auckland.

Auckland: before driving directly to Auckland, I made a detour to Hot Water Beach and Cathedral Cove. Oh my gosh, Cathedral Cove had been breathtaking. I was really sad to leave, could have spend hours there. But okay. Spend my second last day at the Bay of Island, the part, geographically, above Auckland. Beautiful part of NZ. Normally you have to take a boat cruise to see all of the islands and this is actually the top touristic attraction. But for the first time I asked myself „do I really need to go on a boat again, to see the islands and pollute the ocean?“ I skipped the tour and enjoyed the view from the beach. Within the next days, I often enough will go on a boat. Minimal reassessment of my conscience. Went on some smaller hiking trips e.g. to the rainbow falls, stopped from time to time at the ocean – and the day had been over. I mean, it’s a 3h drive – one way. Yesterday I’ve visited Auckland. This city stole my heart. Such a beautiful city. From the very beginning I felt totally comfortable in Auckland. Especially the part around the viaduct Harbour. I could have sat there for hours. The SkyTower needed to be visited as well. In whatever city I am, is there a tower I always have to go there. Beautiful view. The day had gone by quite fast and my plane was already about to leave…. :/ so, the adventure New Zealand is already done.

Summary: 4.300km of driving within 2,5 weeks. People, that had been so warm and welcoming. People who are leaving their door open over night open because they’re not scared about crime. A nature, that takes your breath away. Sheep’s as far as the eye can see (cows btw as well). Kiwis which are the national animal but you barley to never see those in the wild. Lefthand driving that got so familiar to me that I caught myself thinking „hey, they are driving on the wrong site!“ while looking a movie.

Things I won’t miss? Sand flies. Made me crazy, they are everywhere and even if you put on protection spray you are not save!

With this in my mind: ka kite ano, see you soon, New Zealand! It was a pleasure! I will definitely come back!

XOXO

PS: I checked the October sales volumes of the automotive market because I analyzed it throughout the whole trip and I needed proof 🙂 :

1. Toyota (28,3%)

2. Holden (10,1%)

3. Mazda (9,3%)

4. Volkswagen Group (6,7% / 515 cars)

5. Mitsubishi (6,6%)

6. Hyundai (6,4%)

7. Kia (4,3%)

8. Suzuki (4,3%)

(Brand Volkswagen would be No 11 with 366 cars / 4,8% market share; Audi, Skoda und Seat (!!, 70 Skoda [more than Audi] and 8 SEATs), 11 Porsche (saw every single one of these), 1 Lambo). Mercedes and BMW far behind.

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Wellington
Puntangirua Pinnacles

Auf der Strecke | Along the Way

Mount Tongariro National Park

Rotorua

Champagner Pool | Champagne Pool

Hot Water Beach & Cathedral Coves

Auckland

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Sommerkleider und Weihachtsbaum – seltsame Kombi | summer dresses and Christmas tree – strange combination